Jahreszeiten von Tschaikowski | Tatiana Kozlova

am 18.11.2026, 18:00 bis 19:30
Preis: 15 Euro Erwachsene, 5 Euro Schüler*innen/Student*innen

Tatiana Kozlova | Peter Tschaikowsky – Die Jahreszeiten op. 37 

“Jahreszeiten” – wer denkt da nicht sofort an Antonio Vivaldis “Vier Jahreszeiten” oder das berühmte Oratorium von Joseph Haydn? Doch es gibt auch “Die Jahreszeiten” für Klavier von Peter Tschaikowsky. Dieser Zyklus mit den 12 chrakteristischen Klavierstücken ist im Konzertsaal sehr selten zu hören. Einen Kalenderzyklus zu komponieren war keinesfalls Tschaikowskys Idee. Die “Jahreszeiten” waren ein Auftrag des Verlegers Nikolai Bernhard. Der Herausgeber der Petersburger Musikzeitschrift Namens “Nouvelisste” wollte, dass Monat für Monat ein neues Heft mit aktuellen Klavierkompositionen des populären Komponisten erscheint. Diese sollten sich thematisch jeweils auf den Erscheinungsmonat beziehen. Bernhard, ein großer Kenner der russischen Poesie, gab Tschaikowksy auch poetische Motive mit auf den Weg, die jedem Stück voran gestellt wurden und als Epigraph dienen. Von Dezember 1875 bis Mai 1876 komponierte Peter Tschaikowsky schließlich die zwölf Charakterstücke und benannte sie nach den Monaten der Veröffentlichung. Die Titel der Jahreszeiten sind zugleich auch ihr Programm. Tschaikowsky hat typische Stimmungen und Szenarien der jeweiligen Monate eingefangen und musikalisch umgesetzt. So beginnt der “Mai” beispielsweise mit der Atmosphäre der legendären weißen Nächte. Im September wird eine Jagd musikalisch dargestellt – mit Hilfe von Zitate von typischen Jagdrufen.

Als die Pianistin Tatiana Kozlova begann, sich anlässlich des 150. Jubiläums mit der Komposition „Jahreszeiten“ von Peter Tschaikowsky auseinanderzusetzen, dachte sie zunächst daran, sie als Naturbilder und Szenen des alltäglichen Lebens zu interpretieren. Das gründliche Studium der Notentexte und der Begleitumstände der Entstehung des Zyklus brachte sie jedoch zu ganz anderen, faszinierenden Ergebnissen. Besonders die Kenntnisse über die Tschaikowsky für jeden Monat vorgelegten russischen Gedichte, aber auch über die russische Literatur und Kultur jener Zeit bilden den Hintergrund ihrer ungewöhnlichen Einspielung.
Tschaikowsky komponierte die „Jahreszeiten“ im Auftrag des berühmten St. Petersburger Verlegers Nikolai Bernard. Der erbat einen Zyklus von Klavierstücken für seine Zeitschrift „Le Nouvelliste“, die jeweils zum Monatsbeginn erscheinen und so einen vollständigen Jahreszyklus bilden sollten. Er schickte Tschaikowsky zu jedem Monat ein Gedicht, welches eine Anregung für die Kompositionen geben sollte. Das Autograph aller zwölf Stücke entstand zwischen Dezember 1875 und Mai 1876. Erst danach beschloss Bernard, sie auch außerhalb des Kontextes von „Le Nouvelliste“ als Zyklus unter dem Titel „Jahreszeiten“ mit der Opuszahl 37bis oder 37a zu veröffentlichen. Dieser Zyklus von zwölf Stücken nimmt im Gesamtwerk Tschaikowskys eine Ausnahmestellung ein. Die philosophische und metaphorische Bedeutung des Werkes reicht weit über die Musik hinaus.

Tatiana Kozlova ist internationale Preisträgerin des Londoner Klavierwettbewerbs, des Maria-Judina-Klavierwettbewerbs in St. Petersburg und Wettbewerbs «Muse von St. Petersburg» ausgeschrieben vom Oberbürgermeister der Stadt St. Petersburg, mehrfache Stipendiatin verschiedener Stiftungen im In- und Ausland.

Tickets vorab erhältlich in der Steingraeber Klavierwelt Bayreuth, Telefon 0921 64049 sowie an der Abendkasse.

Veranstalterin: Tatiana Kozlova
Konzertkarten: Steingraeber Klavierwelt,  15 €,  Schüler & Studierende 5 €, Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre frei
Veranstaltungsort: Steingraeber Haus, Friedrichstrasse 2, Steingraeberpassage 1, 95444 Bayreuth, Tel. 0921-64049

Jahreszeiten von Tschaikowski | Tatiana Kozlova

Veranstaltungsort

Kammermusiksaal
Steingraeberpassage 1
95444 Bayreuth