Transducer am Resonanzboden

Neue Formen des künstlerischen Einsatzes!

Elektronik im Klavier dient fast nie dem künstlerischen Bereich; meist geht es um Stummschaltungen, Selbstspieler oder Unterhaltungsmusik, die neuerdings aus Klavieren dröhnt. Musikalische Bereicherung? Fehlanzeige!

Gleichwohl gibt es eine Vielzahl professioneller Einsatzmöglichkeiten der Elektronik. Steingraeber & Söhne hat dies inzwischen bei Probeläufen* demonstriert. Die künstlerischen Begleiter waren dabei der Komponist Robert HP Platz von der HfM Würzburg und das Beethoven Institut der Musikuni Wien mit der Pianistin Clara Murnig. Die Transducertechnik stammt ursprünglich aus einer Zusammenarbeit zwischen Robert HP Platz und dem IRCAM Paris und wurde nun im Experimentalstudio des Südwestrundfunks (SWR) in Freiburg optimiert. Der verstörend authentische Flügelklang entstammt nicht der veralteten Sampling-Technik, sondern dem physical modelling des Klavierklang-„Gurus“ Philippe Guillaume und seiner Firma Modartt/pianoteq.

Transducer + Klangsoftware = Möglichkeiten

Ohne Saiten / Mit Hammerstopp
  • Spielen in verschiedenen Tonlagen
  • Spielen in verschiedenen Stimmungen (historische, orientalische, etc.)
  • Spielen verschiedener Instrumente (Cembalo, Synthesizer etc.)
Mit Saiten / Ohne Hammerstopp
  • Spielen auf 2 Ebenen
    • das echte und das virtuelle Klavier gemeinsam, z.B. bei Vierteltonmusik von Charles Ives, Alois Hába u.a.m.
    • Klänge mischen mit einem bliebigen Instrument über die Transducer und dem echten Klavier
  • Spielen auf 3 Ebenen (2 Ebenen plus die Wiedergabe einer Aufnahme, z.B. beim Improvisieren zu einer Improvisation)
  • Klavier mit live-Elektronik aus dem Klavier heraus (ohne Lautsprecher)
  • Klavierspiel mit doppelter Resonanzboden-Schwingung („Volume-Booster“)

Part 1: Introduction – Contemporary and Historical Tuning and Temperament

Part 2: Harmonics, Resonance, and Microtonal Music

Part 3: Acoustic Piano and Synthesized Sound

Part 4: Acoustic Piano with Transducer Amplification

Part 5: Interview with Michael Acker, SWR Experimentalstudio: Transducer Background and Concept

Den Anwendungsbereich der unterschiedlichen Klavierstimmungen mittels Transducer regte der Pianist und Professor für Klavier an der Universität der Künste Teheran, Dr. Pooyan Azadeh, bei Steingraeber schon im September 2015 an. Er benötigt Klaviere mit orientalischen Stimmungen und Teiltönen, um alte Persische Musik für das Klavier zu adaptieren – gerade im Iran wird gefordert, dass westliche Instrumente auch orientalische Musik authentisch wiederzugeben in der Lage sind.

Der erste Flügel dieser Art wurde  am 20. Mai 2017 in der Liederhalle Stuttgart live in einem Konzert von Künstlern der Musikuniversität Wien vorgestellt. Titel des Konzertes war “Selbst- und fremdbestimmte Klaviere: wie man dank moderner Technologie den künstlerischen Einsatz des klassischen Klaviers kreativ erweitern kann: Eine konzertante Live-Demonstration am Steingraeber & Söhne Transducer-Flügel D-232”

Steingraeber

Unsere Transducer Showroom

Nutzen Sie unseren Transducer Showroom im Steingraeber Haus, um alle Möglichkeiten persönlich kennenzulernen. Ungestört und unverbindlich können Sie hier den Flügel und die Klangsoftware testen.

* Die Probeläufe konnten die Besucher des VdM-Kongresses in Stuttgart, Mai 2017, in der Liederhalle erleben sowie jene des von Roberto Prosseda in Cremona organisierten Klavierfestivals im September 2017 und dem Festival “Zeit für Neue Musik” in Bayreuth, März 2018.

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