124 (!) x „Vorhang auf“: 12 musikalische Monate März 2026 – Februar 2027 bei Steingraeber
Die neue „PianoTime“ ist online und bald auch gedruckt verfügbar
Feuerprobe im Friedrichsform am 2. Juli, betitelt Steingraeber das Konzert für 2 Klaviere im Großen Haus von Bayreuths neuem „place to go“; diese Großveranstaltung wird von einer zweiten im Markgräflichen Opernhaus gefolgt: mit rauchiger Stimme wird Katharina Thalbach die berühmten Besucher vom August 1876 zitieren und Starpianist Kit Armstrong lässt dazu die Musik dieser – zwischen wohl- und weniger wohl gesinnten – Wagner-Kollegen erklingen: Grieg, Tschaikowski und Saint-Saëns lassen die 1876er Tage der Uraufführungen am 23. Juli 2026 wieder lebendig werden.
Antoine, Ururenkel von Richard Wagner stellt sich in der Galerie Steingraeber als Künstler vor, seine naturbezogenen Arbeiten in Holz schlagen eine Brücke von der Klaviermanufaktur bis zum Botanischen Garten und verbinden Tafelbilder mit Videokunst (die von der Rainer Markgraf Stiftung und der Stadt Bayreuth gesponsert werden). Seine Vernissage in der Generalprobenwoche wird gefolgt von einer Ausstellung des FIMT der Uni Bayreuth im Steingraeber Flügelhaus („Die Kriegsfestspiele im Spiegel der Bayreuther Presse“) und einem Buch das Prof. Mungen, Chef des FIMT verfasst hat: „Von Bayreuth nach Auschwitz“. Weitere Buchvorstellungen widmen sich der (Inszenierungs-) Geschichte, z.B. vom gebürtigen Bayreuther, dem Musikwissenschaftler Prof. Dr. Stephan Mösch der sein neues Buch „Es klang so alt und war doch so neu, Wagner-Interpretation(en)1976 bis 2026 mit dem ZEIT-Redakteur Florian Zinnecker im Kammermusiksaal diskutieren wird.
Musik dominiert gleichwohl das Steingraeber Jahresprogramm mit Schwerpunkten bei Liszt und den großen Klavierkomponisten die beim 24. Bayreuther Klavierfestival von Mai bis August erklingen werden, im Herbst dann beim 5. Bayreuther „Tastenlöwenfestival“ im Oktober (mit Schlusskonzert wieder im Friedrichsforum u.a. mit Bernd Glemser) aber auch beim Jazz: das PiJazzo-Festival geht im Mai schon in seine sechste Spielzeit auf dem Hoftheater der Studiobühne – ab 18. Juli wird dort wieder Wagner durch die Hoppe-Brille aufgeführt, ergänzt durch zwei Gastspiele aus Paris die Verhältnis der Malwida von Meysenbug mit dem späteren Nobelpreisträger Romain Rolland bespiegelt: beide trafen sich als Wagner Verehrer in Bayreuth. Stummfilm-Kino im Kammermusiksaal gibt es gleich zwei Mal: den Wagner-Film von 1913 gefolgt von Filmen des genialen Spaßmachers Charley Chase von 1926 und 1928 mit – selbstredend – Liveklavier-Begleitung.
Führungen durch die KLAVIERWELT BAYREUTH stehen gleich in mehreren Dutzend auf dem Programm und finden ihren Höhepunkt beim „Erlebnistag Offene Klaviermanufaktur” am 8.11.2026 (Verkaufsoffener Sonntag) – „Mama, Papa, wie wird ein Klavier gemacht“ findet – wie immer organisiert von der evangelischen Familienbildungsstätte – schon am 20. März statt. Das 39. Festival „Zeit für Neue Musik in Bayreuth“ ist mit der Klaviernacht am 18. April zu Gast, spielt aber auch in Wahnfried, der Stadtkirche und dem Kunstmuseum.
Für die Kurzentschlossenen gibt ein wahres Klavier-Erdbeben am 7. März, nämlich den verrückten Klavierzyklus „The people united will never be defeated” – und die Nachwuchskünstler aus Oberfranken ? Die treten regelmäßig an Samstagen, 11 Uhr bei Steingraeber auf: Eintritt frei, Eltern mit Kindern sind hoch willkommen, ab 14. März und fünf weiteren Auftritten bis Jahresende – alle Infos findet man unter steingraeber.de/veranstaltungen oder gedruckt bei Steingraeber, Friedrichstrasse 2.














