Verschoben auf 24.7.2021: Elisabeth Leonskaja im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth

am 22.05.2020, 19:30
Preis: keine Angaben

Nach allseitigen Bemühungen, das Konzert zum Beethoven Jahr am 22. Mai 2020 doch noch stattfinden zu lassen, müssen wir – nach den Verlautbarungen der Bayerischen Staatsregierung vom 14. Mai – nun doch die Verschiebung des Termins auf das kommende Jahr bekanntgeben – alle Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit.

Wir bedanken uns bei unseren Vermietern, der Bayerischen Schlösserverwaltung und dem Finanzministerium; von dort erhielten wir grünes Licht am Mietvertrag für das Opernhaus festzuhalten; wir erhielten einen Ortstermin, um ein Hygienekonzept zu erstellen. Wir danken auch dem Ordnungsamt der Stadt Bayreuth und der Regierung von Oberfranken, die zur wohlwollenden Prüfung unseres Antrages auf Sondergenehmigung bereit waren. Wegen der Verlängerung der strengen Covid-19-Reglementierungen durch die Staatsregierung konnten die örtlichen Behörden zuletzt nicht anders, als unseren Antrag mit Bescheid am Spätnachmittag 14. Mai 2020 nach der Pressekonferenz in München abzulehnen.

Wie enorm weit auch die Bemühungen durch die Künstlerin gingen, den Termin “zu retten”, mag man daran erkennen, dass Frau Leonskaja sogar zugesagt hatte, das Konzert zwei Mal (!!) zu geben, da im Rahmen des Hygienekonzepts die Anzahl der verkauften Karten die maximal mögliche Besucherzahl bei weitem überschritten hätte. So sei auch Frau Leonskaja unser herzlicher Dank an dieser Stelle nochmals gesagt!.

Wir freuen uns sehr auf den Nachholtermin am Vorabend der nächstjährigen Premiere der Bayreuther Festspiele am 24. Juli 2021 19h30. Durch eine Absage eines geplanten Kongresses gibt es sogar wieder eine erhebliche Zahl von Rückläuferkarten für dieses – ursprünglich ausverkaufte – Konzert.

Es stehen somit ab sofort wieder Kaufkarten zu Verfügung für das Beethovenkonzert am 24. Juli 2021 19h30 – Elisabeth Leonskaja mit den drei letzten Sonaten 109, 110,111.

Alle Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit. Bis 15. Juni können Karten mit Erstattung des Kaufpreises zurückgegeben werden. Betroffene werden gebeten, sich an ihre jeweilige Vorverkaufsstelle zu wenden.

Über Elisabeth Leonskaja

Seit Jahrzehnten gehört Elisabeth Leonskaja zu den gefeierten großen Pianistinnen unserer Zeit. In einer von den Medien dominierten Welt bleibt Elisabeth Leonskaja sich und der Musik treu, ganz in der Tradition der großen sowjetischen Musiker wie u.a. David Oistrach, Swjatoslaw Richter und Emil Gilels, denen es trotz schwierigster politischer Bedingungen stets um die Quintessenz der Musik ging. Ihre fast legendäre Bescheidenheit macht Elisabeth Leonskaja noch immer medienscheu. Betritt sie aber die Bühne spürt das Publikum die Kraft, die daraus erwächst, dass sie die Musik als ihre Lebensaufgabe empfindet und pflegt.

In einer russischen Familie in Tiflis geboren, gab sie schon mit 11 Jahren ihre ersten Konzerte. Später, noch als Studentin des Moskauer Konservatoriums gewann sie Preise bei den berühmten internationalen Klavierwettbewerben: Enescu, Marguerite Long und Queen Elisabeth. Elisabeth Leonskajas musikalische Entwicklung wurde entscheidend von ihrer Zusammenarbeit mit Swjatoslaw Richter geprägt. Der geniale Pianist erkannte ihr außergewöhnliches Talent und förderte sie, indem er sie einlud etliche Duo-Konzerte mit ihm zu spielen. Ein musikalisches Ereignis! Die musikalische und persönliche Freundschaft zwischen Swjatoslaw Richter und Elisabeth Leonskaja hielt bis zum Ableben Richters im Jahre 1997 an. 1978 verließ Elisabeth Leonskaja die Sowjetunion, um Wahlwienerin zu werden.

Elisabeth Leonskaja trat als Solistin mit fast allen erstklassigen Orchestern der Welt auf wie dem New York Philharmonic, Los Angeles Philharmonic Orchestra, Cleveland Orchestra, London Philharmonic und Symphony Orchestras, Royal Philharmonic Orchestra, BBC Symphony Orchestra London, Tonhalle Orchester Zürich, Berliner Philharmoniker, Gewandhausorchester Leipzig, den Orchestern der Rundfunkanstalten Hamburg, Köln, München, der Tschechischen Philharmonie und vielen anderen; unter der Leitung der großen Dirigenten ihrer Zeit: Kurt Masur, Sir Colin Davis, Christoph Eschenbach, Christoph von Dohnany, Kurt Sanderling, Mariss Jansons, Yuri Temirkanov, Tugan Sokhiev, Jiří Bělohlávek und Ivan Fischer u.a.

Elisabeth Leonskaja ist ein gern gesehener und regelmäßiger Gast bei den bedeutenden Sommerfestivals wie den Wiener Festwochen, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, der Schubertiade Schwarzenberg und Hohenems wie auch in den Klavierreihen der großen musikalischen Zentren wie Paris, Madrid, Berlin, Barcelona, Prag, Warschau, Bukarest, London, Wien und Tokio.
Bei aller solistischen Tätigkeit behält die Kammermusik einen großen Platz in ihrem Schaffen und sie konzertiert immer wieder mit den Quartetten Emerson, Belcea, Borodin und Artemis. Mit dem Alban Berg Quartett hat sie regelmäßig konzertiert; ihre gemeinsamen Schallplatten mit Klavierquintetten gehören zu den legendären Kammermusikaufnahmen.

Viele Schallplattenaufnahmen zeugen von dem hohen künstlerischen Niveau der Pianistin und wurden mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Ihre Solo-CD „PARIS“, erschienen bei eaSonus (www.easonus.com) mit Werken von Ravel, Enescu und Debussy, wurde zuletzt als Solo Einspielung des Jahres 2014 von der ICMA Jury ausgewählt. Eine Aufnahme der späten Klaviersonaten von Schubert ist ebenso bei eaSonus im Februar 2016 erschienen.

Im November 2017 erschien „SAUDADE“, eine Platte mit Solo-Werken von Tschaikowsky, Schostakowitsch und Rachmaninow und das zweite große Schubert Buch mit den frühen Klaviersonaten von Schubert werden im jahr 2019 erscheinen.

In ihrer zweiten Heimat, der Republik Österreich, ist sie Ehrenmitglied des Wiener Konzerthauses. Im Jahre 2006 wurde ihr das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst erster Klasse für besondere Verdienste um die Kultur des Landes verliehen, die höchste Auszeichnung Österreichs. In Georgien ist sie 2015 zur Priesterin der Kunst ernannt worden, die höchste Auszeichnung für einen Künstler.

Aus dem Musikmagazin „Diapason“ von André Boucourechliev (Paris): „Der Weg Elisabeth Leonskajas ist ein Weg der Gipfel. Indem sie sich immer wieder selbst übertrifft – durch ihren hohen Anspruch, ihre Leidenschaft und Intelligenz stellt sie sich in eine Reihe mit den Größten, nicht allein von heute, sondern der ganzen Epoche: in eine Reihe mit einer Clara Haskil, einem Lipatti, die Modernität kommt noch hinzu.“

Mehr unter www.leonskaja.com

Quelle: Marco Borggreve

Veranstaltungsort

Markgräfliches Opernhaus Bayreuth
Opernstraße
95444 Bayreuth

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