Wie klingt ein Leben? Wie komponiert man ein Buch? Florian Zinnecker über seine Igor-Levit-Biografie „Hauskonzert“

am 04.08.2021, 13:00 bis 14:00
Preis: Eintritt frei

 

Der Pianist Igor Levit gehört zu den gefragtesten Musikern unserer Zeit – und da er auch politisch immer wieder Stellung bezieht, auch zu den präsentesten. Das Beethoven-Jahr 2020 hätte ein Höhepunkt seiner Karriere werden können. Das wurde es auch – aber ganz anders als geplant: Weil Konzerte vor Publikum nicht möglich waren, spielte Levit aus seinem Wohnzimmer für zehntausende Zuhörer fast auf der ganzen Welt. Doch diese Zeit ging nicht spurlos an ihm vorbei.

Der ZEIT-Journalist Florian Zinnecker, geboren in Bayreuth, begleitete Levit durch die Konzertsaison 2019/20 und schrieb darüber mit ihm das Buch „Hauskonzert“. Eine ungewöhnliche Biografie eines außergewöhnlichen Künstlers, die zehn Wochen lang auf der Spiegel-Bestsellerliste stand.

 

Im Steingraeber-Kammermusiksaal liest Florian Zinnecker aus dem Buch und erzählt die turbulente Geschichte von dessen Entstehung.

Moderation: Sissy Thammer, Intendantin des Festivals junger Künstler

 

zum Buch

Igor Levit gehört zu den besten Pianisten seiner Generation. Doch sein Wirken geht weit über die Musik hinaus: Er erhebt seine Stimme gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Art von Menschenhass. Er engagiert sich für den Klimaschutz und tritt für die Demokratie ein. Was treibt ihn an? Woher rührt seine Energie? Der Journalist Florian Zinnecker begleitet Igor Levit durch die Konzertsaison 2019/20. Gemeinsam erleben sie eine Zeit der Extreme. Es ist das Jahr, in dem Levit öffentlich Partei gegen Hass im Netz ergreift und dafür Morddrohungen erhält. Das Jahr, in dem er für Hunderttausende Hauskonzerte auf Twitter spielt. Und das Jahr, in dem er zu sich selbst findet – als Künstler und als Mensch.

 

zu den Autoren

Florian Zinnecker, geboren 1984 in Bayreuth, ist stellvertretender Ressortleiter der Wochenzeitung die Zeit. Nach seinem Studium der Kulturwissenschaften und Politik schrieb er u. a. für das Süddeutsche Zeitung Magazin und besuchte die Henri-Nannen-Journalistenschule. Für seine Berichterstattung über die Bayreuther Festspiele wurde er mit dem Konrad-Adenauer-Preis ausgezeichnet.

 

Igor Levit, geboren 1987 im russischen Gorki (heute Nischni Nowgorod), zog mit acht Jahren mit seiner Familie nach Deutschland. Er studierte an der Musikhochschule Hannover und gewann 2005 beim Arthur-Rubinstein-Wettbewerb als jüngster Teilnehmer die Silbermedaille. Zuletzt veröffentlichte er alle 32 Klaviersonaten Beethovens. Levit ist Träger des Gilmore Artist Awards, 2020 wurde er u. a. mit der »Gabe der Erinnerung« des Internationalen Auschwitz Komitees, dem Bundesverdienstkreuz und dem Preis für Verständigung und Toleranz des Jüdischen Museums Berlin ausgezeichnet.

 

Wie klingt ein Leben? Wie komponiert man ein Buch? Florian Zinnecker über seine Igor-Levit-Biografie „Hauskonzert“

Veranstaltungsort

Kammermusiksaal
Steingraeberpassage 1
95444 Bayreuth

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